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Namensvorlesungen

Heyrovsky-Ilkovic-Nernst-Vorlesung

Heyrovsky-Ilkovic-Nernst-Vorlesung

Heyrovsky-Ilkovic-Nernst−Vorlesung
2023 - Ján Híveš, Slovak University of Technology, Bratislava/Slowakei

Ján Híveš ist ein bedeutender Experte auf dem Gebiet der anorganischen Technologien und Materialien. Er ist derzeit der Leiter des Instituts für Anorganische Chemie, Technologie und Materialien an der Slowakischen Technischen Universität in Bratislava (STU). Seine Forschung konzentriert sich auf elektrochemische Eigenschaften von Elektrolyten für die Aluminiumherstellung, die Herstellung starker oxidierender Mittel auf Eisenbasis und deren Anwendungen zur Beseitigung von Mikroverunreinigungen in der Umwelt.

Mehr Informationen zu Ján Híveš
Heyrovsky-Ilkovic-Nernst−Vorlesung

Die Heyrovsky-Ilkovic-Nernst-Vorlesung ist die bisher einzige Namensvorlesung in trilateraler Kooperation. Die Gesellschaft Deutscher Chemiker etablierte die Heyrovsky - Ilkovic - Nernst-Vorlesung im Jahr 2002 zusammen mit der Ceská Spolecnost Chemická und der Slovenská Chemická Spolocnost. 2006 fand die Vorlesung erstmalig statt.

Die Vorlesung wurde nach drei bedeutenden Physikochemikern der drei beteiligten Nationen benannt. Der tschechische Professor Jaroslav Heyrovský entwickelte die Polarografie, wofür er 1959 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Die Polarografie ist ein Verfahren zur qualitativen und quantitativen Analyse von Ionen in einer Lösung mittels Quecksilbertropfelektrode. Außerdem war Heyrovský Mitglied der Leopoldina.

Der slowakische Chemiker Professor Dionýz Ilkovič arbeitete 1930 im Labor von Heyrovský. 1934 veröffentlichte er die nach ihm benannte Ilkovič-Gleichung, die es ermöglichte aus den gemessenen Strömen in der Polarografie Konzentrationen zu berechnen. Die dazugehörige Herleitung wurde 1938 publiziert. Bis 1976 war Ilkovič Professor an der Comenius-Universität Bratislava.

1920 erhielt der deutsche Professor Walther Hermann Nernst den Nobelpreis für Chemie für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Thermochemie. An Nernst kommt auch niemand vorbei, der sich mit Chemie beschäftigt. Die nach ihm benannte Nernst-Gleichung gehört zum Grundlagenwissen eines jeden Chemikers. Sie beschreibt die Konzentrationsabhängigkeit des Elektrodenpotentials eines Redox-Paares. Auch der dritte Satz der Thermodynamik geht auf Nernst zurück.

zur Ceská Spolecnost Chemickázur Slovenská Chemická SpolocnostMehr Informationen zu Jaroslav HeyrovskýMehr Informationen zu Dionýz IlkovičMehr Informationen zu Walther H. Nernst
2025 - Uwe Karst, Münster

Uwe Karst ist Professor für Analytische Chemie an der Universität Münster und spezialisiert auf gekoppelte Analysentechniken. Ein Schwerpunkt seiner Forschung ist die Kopplung von Elektrochemie (EC) und Massenspektrometrie (MS), mit der sich oxidative Stoffwechselreaktionen simulieren und kurzlebige, reaktive Zwischenprodukte identifizieren lassen. Durch die Kombination mit Biomolekülen wie Peptiden, Proteinen oder DNA untersucht er zudem Phase‑II‑Reaktionen und unterstützt die Toxizitätsbewertung. Weitere Arbeitsfelder sind (bio)medizinische und pharmazeutische Anwendungen wie Elementspeziesanalytik, Metallomik und massenspektrometrische Bildgebung.

Vortragende seit 2006
2025Uwe Karst, Münster
2023Ján Híveš, Slovak University of Technology, Bratislava/Slowakei
2022Christine Kranz, Universität Ulm
2020Ernest Beinrohr, Bratislava/Slowakei
2019Fred Lisdat, Wildau
2015Jana Roithová, Prag/Tschechien
2014Wolfgang Schuhmann, Bochum
2013Miroslav Fojta, Brno/Tschechien
2011Jan Labuda, Bratislava/Slowakei
2010Frank-Michael Matysik, Regensburg
2008Jirí Barek, Prag/Tschechien
2006Christian Näther, Kiel
Kommission der Heyrovsky - Ilkovic - Nernst-Vorlesung

Prof. Dr. Fred Lisdat, Technische Hochschule Wildau (Federführung)
Prof. Dr. Katja Heinze, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Prof. Dr. Wolfgang Maison, Universität Hamburg
Prof. Dr. Nicole Strittmatter, TU München