Meinungsbeitrag

Top‐23 aus 23

Christian Remenyi

03.01.2024

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Neues Jahr, neues Glück. Wir können es brauchen. Die Weltlage mit ihren Polykrisen führt einerseits dazu, dass wir sorgenvoll auf die ernsten Themen schauen – schlechte Zeiten sind andererseits gute Zeiten für Eskapismus. Dass sich diese Entwicklung in den Nachrichten-Artikeln aber so gut ablesen lässt, das hat mich beim Blick auf die im Jahr 2023 meistgeklickten Artikel in der GDCh.app dann doch überrascht.

Zeitlose wissenschaftliche Fachartikel waren nur zwei vertreten: Gerade noch in den Top-23 der Trendbericht Organische Chemie [Nachr. Chem. 2023, 71(3), 40] und immerhin auf Platz 3 der Analytikbeitrag „Tattoopigmente in der Haut“ [71(10), 55] von Carina Wolf, Corinna Brungs und Uwe Karst.

Das In-Thema des Jahres – künstliche Intelligenz – findet sich mit dem Beitrag „Vom Niedergang der akademischen Groschenromane“ [71(7–8), 10] auf Platz 8, „Rauch, der nicht so heißen soll“ [71(1), 68] – ein Beitrag über die Chemie der E-Zigaretten liegt auf Platz 9, „Feste Treibstoffe für Raketen“ [71(5), 23] auf der 10 und der chemiegeschichtliche Kalender „Meilensteine der Chemie 2023“ auf Platz 12 [71(1), 9]. „Ein kleiner Ruhm“ – das Interview mit Nobelpreisträger Ben List findet sich auf Platz 17 [70(11), 12], auf der 19 dann der erste Beitrag der Porträtserie zur Chancengleichheit „Wenn es normal wird“ [71(7–8), 27] und auf der 22 der WissZeitVG-Essay „Für immer Hanna?“ [71(7–8), 20].

Zum großen Block der unterhaltenden Beiträge gehören unsere Elementerätsel. Sechs davon haben es in die Top-23 geschafft, mit „Das verkannte Element“ auf Platz 5 als Spitzenreiter. Unsere Leseraktion „Zeichen und Wunder“ findet sich auf der 13 [71(4), 10], das Chemie-Horoskop für den April [71(4), 15] auf der 11 und auf Platz 2 ein Nachrichten-Evergreen, nämlich die April-April-Seite „Gaskrise“ [71(4), 8] von Frauke Zbikowski.

Tja, und dann ziemlich viele ernste Themen, etwa auf Platz 15 „Giftstoffe und Chemieanlagen im Krieg“ [70(12), 8] aus Anlass des russischen Angriffs auf die Ukraine. Damit verbunden ist Platz 14: „Methan in der Atmosphäre“ [71(2), 70] mit dem Aufhänger Nord-Stream-2-Sabotage. Umwelt- und Ressourcenthemen landeten ebenfalls vorn – beginnend mit „Lithium aus heimischem Abbau“ [71(9), 23] auf Platz 20 über „Wie viel Wasserstoff verträgt die Atmosphäre?“ [70(11), 67] auf Platz 4 bis zum Spitzenreiter: PFAS war der Aufreger des Jahres 2023 aus chemischer Sicht. Folgerichtig führt die Charts der meistgeklickten Nachrichten-Artikel des letzten Jahres an: „Wasserdicht auch ohne Fluor“ [71(2), 22] von Brigitte Osterath.

Mal schauen, was 2024 trendet.

Im Interskriptum schreibt Nachrichten-Chefredakteur Christian Remenyi über Chemisches und Komisches – und was sich sonst noch so im Zettelkasten der Redaktion findet. nachrichten@gdch.de

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Wissenschaft + Forschung
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