Meinungsbeitrag

Tage des Ruhms, Tage der Demut

Christian Remenyi

01.11.2021

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Wer aufmerksam durch deutsche Städte geht, sieht sie allerorten: Plaketten mit Aufschriften, dass Goethe im Jahr 18XX auf seiner Reise von Y nach Z das Haus, an dem der Schriftzug angebracht ist, drei Minuten lang angeschaut hat. Nun ja, der Glanz der Heroen strahlt eben ganz besonders hell, sogar in die traurigsten Ecken. Für Goethe-freie Zonen hat das Weimar-Merchandising übrigens auch passende Schilder parat. Großer Aufdruck „Hier war Goethe“ – ganz klein darunter: „nie“. Die digitale Form der Goethe-Plakette lässt sich in der Chemie-Welt immer in den Tagen der Nobelpreisverkündung beobachten. Kaum waren die Namen David MacMillan und Benja...

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Wissenschaft + Forschung
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