Artikel

Stoffliche Nutzung von CO2‐haltigen Abgasströmen aus der Kalkindustrie und AbfallverwertungsanlagenUtilization of CO2‐Containing Waste Gas Streams from the Lime Industry and Waste‐to‐Energy Plants

09.08.2024

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Die stoffliche Nutzung von CO2 durch Hydrierung zu Methanol kann einen Beitrag zur Minderung klimawirksamer Emissionen leisten. An Beispielen aus der Kalkindustrie und thermischen Abfallverwertung werden in einer techno-ökonomischen und Lebenszyklusanalyse die Randbedingungen dargelegt, unter welchen solch ein Syntheseweg sowohl wirtschaftlich ist als auch ökologisch Vorteile gegenüber der konventionellen Route aufweist.


Zusammenfassung

Prozessbedingte Kohlenstoffdioxid-Emissionen bei der Kalkproduktion sowie bei der thermischen Verwertung von fossilen und biogenen Reststoffen sind unvermeidbar. Die stoffliche Nutzung von abgeschiedenem Kohlenstoffdioxid als Baustein für Grundchemikalien wie Methanol kann einen Beitrag zu Defossilierung der Industrie und Minderung der klimawirksamen Emissionen leisten. Am Beispiel zweier Anlagen aus der Kalkindustrie und thermischen Abfallverwertung sowie praxisnahen Verbrauchszahlen durch die Verfahrensgeber wird mittels einer techno-ökonomischen und Lebenszyklusanalyse dargelegt, unter welchen Randbedingungen dies ökologisch und ökonomisch rentabel in der Praxis umgesetzt werden kann.

Abstract

Process-related carbon dioxide emissions in lime production and in the thermal utilization of fossil and biogenic residues are unavoidable. The application as carbon-based feedstock by hydrogenation as a building block for basic chemicals such as methanol can contribute to the defossilization of the industry and the reduction of climate-impacting emissions. Applying the example of two plants from the lime industry and thermal waste utilization in combination with utility and performance numbers derived from the process owners, a techno-economic and life cycle analysis is employed to demonstrate the boundary conditions under which this can be implemented in an ecologically and economically profitable manner in industrial practice.

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