Elementerätsel 4/22

Das Tarnelement

31.03.2022

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Für des Rätsels Lösung hilft diesmal ein Blick in die Tradition des April-Hefts der Nachrichten aus der Chemie.

Bedeutung erlangte ich in der Weltraumfahrt, insbesondere als hitzefestes Material, das den Wiedereintritt in die Atmosphäre übersteht. Ach – hätten doch alle (verfügbaren) Elemente meine erträumten Eigenschaften.

https://eu-central-1.graphassets.com/Aype6X9u2QGewIgZKbFflz/KI9LscwQGDvlhvegxeaA Abb. 1: Fotos: NASA, Negro Elkha/Adobe Stock

Sogar als Tarnelement wurde ich genutzt – bei den Skunk Works stand ich für Titan in den geheimen Dokumenten, um gegnerische Agenten zu verwirren. Ansonsten findet man mich eher in Hollywood.

Natürlich verursache ich auch Umweltprobleme – wenn auch nur im Virtuellen (nämlich bei blauen humanoiden Spezies aus dem Disney-Universum).

Mein Elementsymbol? Schwer zu sagen – wahrscheinlich ein U, vielleicht ein O oder ein N. Eventuell auch ein B oder T. Oder was ganz anderes …

Welches Element ist gesucht? Senden Sie die Lösung bis zum 26. April an nachrichten@gdch.de; unter den richtigen Einsendungen losen wir eine siegreiche aus (es gibt auch was zu gewinnen!). Die Auflösung steht im nächsten Heft.

Auflösung aus Heft 3: Arsen

Für Filmfans war die Lösung des Märzrätsels zugegebenermaßen einfach: 1944 kam „Arsen und Spitzenhäubchen“ in die Kinos. Für das Rätsel spielte der Regisseur die Hauptrolle: Frank Capra, auf Sizilien als Francesco Capra geboren, hatte am California Institute of Technology Chemieingenieurwesen studiert, bevor er nach Hollywood ging und Filmproduzenten von sich überzeugte.

Fans und Kenner der anorganischen Chemie erinnern sich vielleicht an eine Arbeit von Tom Nilges und Kollegen, die vor zehn Jahren in der Angewandten Chemie erschien. Die Autoren hatten herausgefunden, dass das schwarze Arsen in Wirklichkeit metastabil ist.

Einige Arsenverbindungen sind wunderbar farbig: Schweinfurter Grün kam im Rätsel nur in einer Ansicht eines Industriegebiets der unterfränkischen Stadt vor. Die Buchmaler des Mittelalters und der frühen Neuzeit nutzten gerne das leuchtend gelbe Auripigment As2S3. Daher warnte Valentin Boltz im Jahr 1549 davor, den Pinsel mit der Farbe anzulecken. Dass das problematisch ist, kam schon im Radium-Rätsel vor.

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