Elementerätsel 12/2022

Das Element für die großen Fragen

24.11.2022

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Organisch, anorganisch, ach was heißt das schon …

Jedes Ding hat seine Zeit: Meine hält ein bestimmter Wissenschaftszweig allerdings schon für beendet.

Rot ist die Farbe der Liebe: Dafür kann ich zwar nichts, für ein anderes Rot aber schon. Und auch für Blau, Gelb, Braun, Schwarz …

Mir wäre wohler, ich würde nicht dafür verantwortlich gemacht werden, die großen Fragen der Zeit zu entscheiden. Wobei: leicht verfügbar, viel preiswerter, weniger toxisch als meine edlen Verwandten – bricht mit mir in der Katalyse vielleicht eine bessere Ära an?

Dank mir hat es ein Ort zum Weltkulturerbe gebracht, von dem man das nicht unbedingt erwartet hätte.

image Abb.1: Fotos: RHJ, Christian Suhrbier, artkamalov / Adobe Stock

Welches Element ist gesucht? Senden Sie die Lösung bis zum 20. Dezember an nachrichten@gdch.de; unter den richtigen Einsendungen losen wir eine siegreiche aus (es gibt auch was zu gewinnen!). Die Auflösung steht im nächsten Heft.

Auflösung aus Heft 11: Fluor

Fluor geht nur mit Helium, Neon und Argon keine Verbindungen ein. Das war der einzige Hinweis mit klassischem Chemikerwissen. Dennoch hat zumindest ein Leser fast alle anderen Hinweise richtig interpretiert. „Fluorkriege“ nannten Medien die Proteste zwischen 1912 und 1991 in der Schweiz gegen mehrere Aluminiumwerke. Diese emittierten so viel Fluorid, dass Vieh in der Umgebung daran starb. Das künstliche Radionuklid 18F wird in der Positronenemissionstomographie eingesetzt. Das Fluormineral Kryolith heißt auf Deutsch Eisstein. Korrekt wäre Froststein. Die Einwohner Grönlands, wo Kryolith vorkommt, haben das Mineral übrigens nach Seehundspeck benannt – weil es so aussieht. Georg Agricola, der als erster Flussspat beschrieb, starb im Jahr 1555 im protestantischen Chemnitz. Als Katholik durfte er dort nicht beerdigt werden. Seine letzt Ruhestätte fand er in Schlosskirche von Zeitz, ein Foto zeigte deren Kreuzgang. William Eggelston, Jahrgang 1939, kam 1973 auf seiner fotografischen Reise durch die USA an den Labors des Manhattan Projects in Los Alamos vorbei. In diesem Projekt half Uranhexafluorid dabei, 235Uran anzureichern – für die Atombombe.

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