Cs-Kontamination nicht nur aus Tschernobyl
Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt
Wildschweinfleisch aus dem Bayrischen Wald überschreitet bisweilen die Grenzwerte für radioaktives Cs-137 und muss daher stets radiometrisch untersucht werden. Überraschend ist: Dieses Cs-137 stammt nicht nur aus der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, wie Stäger et al. jetzt feststellten. Sie kombinierten Radioaktivitätsmessung mit der gleichzeitigen Bestimmung des langlebigen Cs-135 über Massenspektrometrie-Messungen (ICP-QQQ-MS). Demnach resultiert ein Teil des Cs-137 immer noch aus den oberirdischen Kernwaffentests der 1960er Jahre. Die Spaltprodukte Cs-135 und Cs-137 haben unterschiedliche Halbwertszeiten; durch ihr Verhältnis lässt sich...




