Brücken mit Chalkogenen
Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt
Erst seit zwei Jahren nutzen Wissenschaftler intermolekulare Chalkogenbrücken als nichtkovalente Lewis-Säuren in der Organokatalyse. Zunächst untersuchten sie nur schwefelbasierte, inzwischen auch selen- oder tellurhaltige Moleküle. Je nach Edukt lassen sich Reaktionen damit bis zum 34-Fachen beschleunigen. Selenhaltige Verbindungen sind in der organischen Synthese verbreitet, meistens in Redoxreaktionen. Das bekannteste Beispiel ist Selendioxid, das durch seine Selektivität und Reaktivität als Oxidationsmittel heraussticht (Riley-Oxidation). Nun gibt es eine neue Gruppe selenhaltiger Katalysatoren: Sie sind Lewis-Säuren und funktionieren nac...




