Wie die Evolution Symmetrie erzeugt — und wieder verliert
Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt
Proteine sind grundsätzlich chiral, da 19 ihrer 20 Aminosäuren chiral sind und in der Natur nur als L-Enantiomere vorkommen. Spiegelsymmetrie kommt für sie also nicht in Frage. Andererseits ist Rotationssymmetrie in der Natur weit verbreitet, von einfachen Dimeren bis hin zu den ikosaedrischen Capsidhüllen von Viren. Für den Betrachter sind hochsymmetrische Strukturen ästhetisch ansprechend, aber warum hat die Natur eine so ausgeprägte Vorliebe für sie? Die Arbeitsgruppe von David Baker an der University of Washington in Seattle hat vor einigen Jahren — zumindest für Dimere — eine Antwort gefunden, die vor allem auf statistischen Überlegungen...




