Wallah, wie pfiffig
Manchmal kommt es auf Nuancen an. Etwa wenn wir Redakteurinnen Vorspanntexte umformulieren, die Autoren uns liefern. Letztens schlugen wir zum Beispiel einen Satz vor, in dem das Wort ‚aufmotzen‘ vorkam. Unser Autor zeigte sich als etymologisch bewanderter Chemiker. Denn, wie er uns schrieb: „Zunächst hatte ich mich etwas an dem ‚aufzumotzen‘ gerieben. Ich habe aber nun gelernt, dass das Wort aufmotzen aus dem Spätmittelhochdeutschen kommt und sich nicht vom despektierlichen ‚herummotzen‘ ableitet, sondern von ‚sich schmücken‘.“ Na, sagen wir doch. Neulich seufzte unser jüngster Kollege im redaktionsinternen Messengerdienst: „Wallah – schon w...




