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Diazotypie – Bildgebung mit Diazoniumsalzen

01.03.2023

Mit Entdeckung der Diazoverbindungen durch Peter Griess wurde eine Tür geöffnet, die den Weg zu zahlreichen neuen Synthesen ermöglichte. So folgte bald die Entwicklung der Azofarbstoffe, die inzwischen die zahlenmäßig größte Gruppe synthetischer Farbstoffe darstellen. Auch die Diazotypie, ein ohne Silber auskommendes fotografisches Lichtpausverfahren, geht auf die Entdeckung von Griess zurück. Im Folgenden wird ein historischer Bogen gespannt von der Entdeckung über die Strukturaufklärung von Diazoverbindungen und Diazoniumsalzen bis zur Entwicklung der Diazotypie. Anschließend wird beschrieben, wie die Diazotypie in den Chemieunterricht der Sekundarstufe II forschend-entwickelnd und mit einfachen, beeindruckenden Experimenten implementiert werden kann. Vier der Experimente sind als Filmsequenzen in den Online-Ergänzungen abrufbar.


Zusammenfassung

Peter Griess stellte 1858 die ersten Diazoverbindungen her. An der Strukturaufklärung dieser neuen Verbindungsklasse war August Kekulé maßgeblich beteiligt. Etwa 1886 wurde die Lichtempfindlichkeit von Diazoverbindungen entdeckt. Dies wurde zur Entwicklung der Diazotypie (ein silberfreies Kopierverfahren, bei dem Diazofarbstoffe entstehen) ausgenutzt. Anschließend wird ein Vorschlag gemacht, wie die Diazotypie in den Chemieunterricht implementiert werden kann.

Summary

Peter Griess synthesized the first diazo compounds in 1858. August Kekulé played a key role in the elucidation of the structure of this new class of compounds. Around 1886, the photosensitivity of diazo compounds was discovered. This was used to develop the diazotype, a silver-free copying process which produces azo dyes. Finally, a suggestion is made on how the diazotype can be implemented in chemistry classes.

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