Anionische cyclische Carbene
Das Team um Radius und Finze hat die ersten anionischen cyclischen (Alkyl)(amino)carbene (Ani-cAACs) hergestellt. Ähnlich wie N-heterocyclische Carbene stabilisieren AACs reaktive Spezies, aktivieren Bindungen oder binden an Metallzentren. Das B(CN) 3 -substituierte AAC ließ sich lediglich in situ bilden, wohingegen das BF 2 (C 2 F 5 )-substituierte Derivat grammweise isoliert wurde. Der Bor-Substituent diktiert die elektronischen Eigenschaften. Ani-cAAC-B(CN) 3 ist ein guter π-Akzeptor, Ani-cAAC-(C 2 F 5 )BF 2 dagegen ein starker σ-Donor. Reaktion der beiden Ani-cAACs mit Selen bestätigte dies über die 77 Se-NMR-Kopplungskonstanten. FT Angew...




